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Curriculum

Sechs Module, die aufeinander aufbauen

Vom Ordnen der Gedanken bis zur tragfähigen Stimme: Hier sehen Sie, was jedes Modul enthält, was Sie üben und was Sie davon realistisch mitnehmen.

Sechs Module, die aufeinander aufbauen

Module

Das Curriculum im Überblick

Die Module folgen einer Logik: erst das Denken, dann die Sprache, dann die spontane Antwort, die Stimme, die Rede und schließlich die persönliche Begleitung. Sie können das Ganze durchlaufen oder gezielt einzelne Module wählen. Jedes enthält praktische Übungen.

01Strukturiertes Denken

Sie zerlegen komplexe Themen in Kernaussage, Begründung und Beleg. Mit Gliederungsmethoden an der Tafel üben Sie, Argumente logisch aufzubauen und Nebensächliches wegzulassen. Am Ende formulieren Sie Ihre Position in wenigen Sätzen, die auch Außenstehende nachvollziehen können.

02Präzise Rhetorik

Hier geht es um Wortwahl, Satzbau und Pointierung. Sie kürzen Ihre eigenen Texte, ersetzen unscharfe Begriffe durch genaue und sprechen kurze Passagen mehrfach in verbesserter Fassung. Ziel ist, genau das zu sagen, was Sie meinen, und nicht mehr.

03Spontane Eloquenz

In Stegreifübungen und Gesprächssimulationen beantworten Sie Fragen ohne Vorbereitung. Sie lernen, zuerst einen Atemzug lang zu ordnen und dann mit einer klaren Antwortstruktur zu beginnen. Die Gruppe gibt Rückmeldung, wie ruhig und nachvollziehbar Sie gewirkt haben.

04Stimme und Sprechtempo

Sie arbeiten an Atmung, Tonlage, Pausen und Sprechrhythmus. Mit gezielten Übungen für Zwerchfell und Artikulation entwickeln Sie eine ruhige, tragfähige Stimme. Aufnahmen zeigen Ihnen, wo Sie zu schnell werden und wo Pausen Ihrer Aussage mehr Gewicht geben.

05Rede-Architektur für Führungskräfte

Sie entwerfen eine Präsentation oder Ansprache von der Kernbotschaft bis zum Schlusssatz. Dabei klären Sie Anlass, Zuhörerschaft und gewünschte Wirkung und proben die Rede vor der Gruppe. Das Feedback bezieht sich auf Aufbau, Verständlichkeit und Auftreten.

06Einzelcoaching

In individuellen Sitzungen analysieren wir Videoaufnahmen Ihrer eigenen Gespräche und Vorträge. Daraus entsteht ein persönlicher Übungsplan, der zu Ihren Situationen passt. Sie bestimmen die Schwerpunkte, wir begleiten Sie mit konkreten Rückmeldungen und Wiederholungen.

Praxis

Wie in den Modulen tatsächlich geübt wird

Rhetorik lernt man nicht durch Zuhören, sondern durch Sprechen. Deshalb besteht der größere Teil jeder Einheit aus Übungen, Aufnahmen und Rückmeldung. Die Dozierenden greifen ein, wenn es hilft, und halten sich zurück, wenn Sie selbst die Lösung finden.

Eine Teilnehmerin übt eine kurze Ansprache, während die Gruppe Notizen für die Rückmeldung macht.
Eine Teilnehmerin übt eine kurze Ansprache, während die Gruppe Notizen für die Rückmeldung macht.
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Jede Einheit beginnt mit einer kurzen fachlichen Einführung, etwa zu einer Gliederungsmethode oder einer Atemtechnik. Danach setzen Sie das Gehörte sofort um. Sie sprechen zuerst kurz und ohne Vorbereitung, damit sichtbar wird, wo Sie heute stehen. Anschließend verfeinern Sie das Ergebnis Schritt für Schritt.

Rückmeldungen sind konkret und beziehen sich auf beobachtbares Verhalten: Welche Aussage war klar, wo wurde ein Satz zu lang, an welcher Stelle fehlte eine Pause. Wir vermeiden pauschale Bewertungen. So erkennen Sie, was Sie beibehalten sollten und was Sie bei der nächsten Wiederholung verändern.

Videoaufnahmen gehören zum Alltag der Akademie. Anfangs ist es ungewohnt, sich selbst zuzusehen, doch nach kurzer Zeit wird die Aufnahme zum nützlichsten Werkzeug. Sie sehen Ihr Sprechtempo, Ihre Füllwörter und Ihre Haltung, und Sie können Fortschritte über mehrere Termine hinweg vergleichen.

Die Übungen stammen aus der Berufswelt: eine knappe Lagebeschreibung für die Geschäftsleitung, eine Antwort auf eine unerwartete Nachfrage, eine kurze Begrüßung vor Gästen. Je näher die Aufgabe an Ihrem Alltag liegt, desto leichter übertragen Sie das Gelernte. Eigene Anlässe sind ausdrücklich willkommen.

Zwischen den Terminen erhalten Sie kleine Aufgaben, die wenig Zeit kosten: eine Gliederung in drei Sätzen, eine Atemübung, eine Aufnahme Ihrer täglichen Besprechung. Sie bringen die Ergebnisse mit und besprechen sie. Dadurch wächst Routine, ohne dass Sie große Zeitblöcke freihalten müssen.

Vorbereitung

Was Sie vor dem ersten Termin vorbereiten

Eine gute Vorbereitung muss nicht aufwendig sein. Es genügt, wenn Sie sich vorab überlegen, in welchen Situationen Sie heute unzufrieden mit Ihrem Auftreten sind. Das kann eine regelmäßige Besprechung sein, eine Präsentation vor Kunden oder das Gefühl, bei Rückfragen den Faden zu verlieren.

Notieren Sie zwei oder drei solcher Situationen in knappen Stichworten. Beschreiben Sie, was dabei passiert und was Sie sich stattdessen wünschen. Diese Notizen bilden die Grundlage für die Auswahl der Module und für die Übungen, die wir mit Ihnen entwickeln.

Wenn Sie schon einmal eine Rede, einen Vortrag oder eine Besprechung aufgenommen haben, bringen Sie die Aufnahme gern mit. Sie ist kein Muss, hilft aber, Ihre Ausgangslage schneller einzuschätzen. Alle Aufnahmen werden vertraulich behandelt und nur für Ihre Rückmeldung genutzt.

Praktisch benötigen Sie wenig: ein Notizbuch, bequeme Kleidung und etwas Zeit zwischen den Terminen für kurze Übungen. Technische Geräte für die Videoanalyse stehen in der Akademie in Fulda bereit. Anreise und Ablauf besprechen wir bei der Terminvereinbarung.

Rechnen Sie damit, dass die ersten Einheiten ungewohnt sind. Sprechen vor anderen und das Ansehen der eigenen Aufnahme brauchen etwas Gewöhnung. Das ist normal und legt sich meist schnell, wenn Sie merken, dass die Rückmeldungen sachlich und hilfreich sind.

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